Sonntag, 17. Mai 2009

Wahrheit

Durchschweife niemandshimmel laß den stein talwärts rollen wie wollen diese götter mich strafen aufrecht sisyphos sitz auf des berges gipfel jede strafe hat ihre zeit im kopf den spielraum für schwärme nie entdeckter sonnen unerforschlich die tiefe in mir kein schleier verdeckt mir die wahrheit.

Antwort

Überfliege zeitgrenzen verlaß die zonen der lenzen ernte im frühling verhänge fragen wie strafen priesterlich in stummheit gekleidet werfe die runen euch zum rätsel belächel meine blöße die leere ist reichlich verscheuche erhöhten ekel mit machtvollkommener geste die tönung unerdenklich der stummen antwort.

Höll

Nicht gibt es seelennichts der tod wirds zeigen den verleumdern der sturz in ewige pein gerechtigkeit wird allen sein brandstatt der einsicht hört meine schritte auf sommergeröll fährt mancher noch zur höll.

Glück

Ferhin mein freund dir zuspruch steige in bergen der brüderlichkeit gängig noch immer der hunger daniedennach allen lichtens umfriede die heurigen greuel inmitten der nichtigen anrufung seitab heillose wunden noch vor der granatapfelzeit die glauben marschieren parade der augenblick hebt auf das glück.

Sinn

Unsere gemeinsamkeit freundschaft in einsamkeit bin künstler der gabe ohne getu ohne gehabe fülle fleißig wissenswabe in dem ich aus ihr scheine du freund aber weißt der dunklen worte sinn.

Immanente

Die weisung meines pulsschlags erhöhte geduld weinte nach der tate zwei tage spät verlust der kunst und philosophisch schriften wird bleiben trauerflor erhebe mich jenseits tranzendent ins immanente.

Flammen

Die sekunde ist mir meer die enden des regenbogens anfang und ende dahinter erkenntnishorizonte in der schau gedächtniserneuerung durch neuronenfeuerung die wellen tröstend überflutend in geschwärzter nacht sing ich in flammen.

Schläfen

Meine spiegelkarpfen im teich der rhododendren der adel mir zur seite der tanne hellgrüne spitzen über meiner grauheit das dach der blutbuche drei schnatternd enten im flug zu besuch stille in pochend schläfen.

Vorzeiten

Sprachstotterer ich in dutzenden idiomen flüssig einzig in mutter und engelszungen hör wolkenmaler ein bub wie ich vorzeiten.

Ehrenvoll

Sperber sei für heut mein vogel schlag kräftig die flügel im meer der lüfte domglocken dir zur ehre mein aufruhr sanft wie atem das brandmal der erleuchtung vernarbt so ehrenvoll.

Wahr

Baumbärgesicht bekommst mein stirnzeichen die ururenkel einst werden schauen dich und denken dann an mich verliert ist manche zeit an gräbern so rot das dach das mich beschützt und blau nun kämpft die linke chamäleon der posthistoire ich trink mein bier und bleibe wahr.

Dichtet

Die frühe inständig sonntäglich rätsel nach der hingegangenen wolke verpönt mir momentan die schatten choreographier künftige tänze mein zeichen die kiefer die birken die wäldchen wie zinnsoldaten vor dem mamon der tate die augen abgerichtet umhüllt im krönungsmantel seh wie london sich in nebel dichtet.

Sorgen

Häuser geschürzt an den hang es fallen blutige münzen im mond seh mondin die krallen des fahlen lichts verloren alle schrecken und draußen das dunkel ohne gedächtnis leb schon das immermorgen vergiß die sorgen.

Urwald

Verblastes segel gekrümmt die bahnen des sternenlichts erkletter hoch den mastkorb piratentuch bedeckt den kopf hinter meinen lidern welten vor mir am nahen horizont der fremde urwald.

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